Deutsche Initiative zu ethischen Leitlinien für Chemiker nimmt Fahrt auf

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Gemeinsam mit dem Technischen Sekretariat der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) hat die Ständige Vertretung während der Vertragsstaatenkonferenz zu einem Side Event über die ethischen Leitlinien eingeladen. Dr. Marc C. Cesa, Präsident der International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC, Weltdachverband chemischer Gesellschaften) stellte zunächst den Entwicklungsprozess der Leitlinien durch Wissenschaftler aus allen Weltregionen dar. Die Leitlinien umfassen in erster Linie sogenannte Kernsätze für das verantwortliche Handeln von Chemikerinnen und Chemikern. Diese Kernsätze bilden, ähnlich dem Eid des Hippokrates, ein Grundgerüst. Dieses Grundgerüst kann und soll auch von anderen Institutionen – egal ob Behörde, Universität, Forschungseinrichtung oder Unternehmen -  in das jeweilige eigene Leitbild übernommen werden. Hierin sieht Dr. Jonathan Forman, Berater für Wissenschaft und Politik bei der OVCW, einen Unterschied der Leitlinien im Gegensatz zu den über 100 bereits bestehenden Verhaltensrichtlinien. Im Rahmen des Side Events stellte Botschafter Israng vor, wie Deutschland die Leitlinien umsetzt. So hat das Auswärtige Amt diese beispielsweise in das Deutsche übersetzet. Moderiert wurde das gut besuchte Side Event von Joseph Ballard, politischer Referent der OVCW.

Das Technische Sekretariat der OVCW hat die ethischen Leitlinien in alle sechs offiziellen Sprachen übersetzen lassen. Die entsprechenden Broschüren können auf der Internetseite der OVCW heruntergeladen werden.