Gedenken an die Opfer chemischer Waffen an der Ostfront des 1. Weltkriegs

Botschafter Israng am Massengrab für russische Chlorgasopfer in Guzów (Polen) Bild vergrößern Botschafter Israng am Massengrab für russische Chlorgasopfer in Guzów (Polen) (© Christoph Israng)

Die OVCW – Familie hat auf verschiedene Weise der Opfer des weltweit ersten massiven Einsatzes von Chemiewaffen am 22. April 1915 bei Ypern / Belgien gedacht. Deutsche Soldaten waren jedoch nicht nur die ersten, die diese neue Waffengattung an der West-, sondern auch an der Ostfront des 1. Weltkrieges eingesetzt haben. Am 31. Mai 1915 attackierten deutsche Truppen ihre (v.a. russischen) Gegner in der Nähe des polnischen Bolimów mit Chlorgas. Aus Anlass des 100. Jahrestages besuchte Botschafter Israng am 31. Mai 2015 die Region Bolimów zusammen mit dem Ständigen Vertreter Polens bei der OVCW, Botschafter Jan Borkowski. Gemeinsam nahmen sie an verschiedenen Programmpunkten teil, die der Erinnerung an den Chlorgaseinsatz und seinen Opfern im Jahr 1915 gewidmet waren. Hierzu zählte die Eröffnung einer Ausstellung sowie die Nachstellung der historischen Ereignisse. Zudem legte Botschafter Israng am russischen Massengrab in Guzów sowie auf mehreren deutschen Soldatenfriedhöfen Blumen nieder. Dabei erinnerte er auch an die vielen polnischen Opfer auf beiden Seiten. Botschafter Israng dankte der Bevölkerung und den Behörden der Region Bolimów sowie den polnischen Archäologen und Historikern um Anna Zalewska, Stanislaw Kalinski und Jacek Czarnecki für ihr Engagement, mit dem die Erinnerung an die Ereignisse vor 100 Jahren wach gehalten wird.


Gedenken an Gasangriff in Polen Bild vergrößern Botschafter Jan Borkowski, Ständiger Vertreter Polens bei der OVCW (rechts), mit dem Historiker Stanislaw Kalinski und Botschafter Israng im Stadtzentrum von Bolimow. Die rote Feuerwarnglocke wurde aus einem deutschen Sauerstoffzylinder gefertigt, die im Rahmen des Chlorgaseinsatzes im Jahr 1915 nach Bolimow gelangt ist. (© Christoph Israng)